Frühpensionierung · Rechner · Thurgau
Frühpensionierung im Thurgau — Kosten, PK-Reduktion und AHV-Vorbezug.
Frühpensionierung mit 60 statt 65 kostet typisch CHF 200'000–400'000 an Kapital und lebenslang reduzierte Renten. Mit 5–10 Jahren Vorlauf, freiwilligen BVG-Einkäufen und gestaffelten Bezügen bleibt der Traum bezahlbar.
Kurzfakten
- 58 J.
- frühestmöglicher PK-Bezug gemäss vielen Reglementen
- 63/64
- frühestmöglicher AHV-Vorbezug (Männer/Frauen) mit lebenslanger Kürzung
- 6.8 → 6.0%
- sinkender Mindest-Umwandlungssatz mit BVG-Reform 2026
Personen im Thurgau ab 55, die 1 bis 7 Jahre früher aufhören möchten – Angestellte und Unternehmer.
- Überbrückungsrente zwischen PK-Bezug und AHV einplanen – Kapitalbedarf oft unterschätzt.
- Gestaffelter Kapitalbezug über mehrere Steuerjahre senkt die Steuerlast deutlich.
- BVG-Einkäufe in den letzten 3 Jahren müssen als Kapital gesperrt bleiben – Timing entscheidend.
6.5 % pro Jahr
Typische Reduktion der PK-Rente pro Jahr Vorbezug. Wer mit 60 statt 65 in Rente geht, erhält lebenslang rund 30% weniger PK-Rente.
6.8 % AHV
AHV-Kürzung pro Jahr Vorbezug. Bei maximal 2 Jahren Vorbezug also 13.6% Reduktion für den Rest des Lebens.
3 Jahre Sperrfrist
Zwischen einem freiwilligen BVG-Einkauf und einem Kapitalbezug müssen 3 Jahre liegen — sonst wird der Einkauf steuerlich rückabgewickelt.
Grobrechner Frühpensionierung Thurgau.
Erste Einschätzung Ihrer Situation. Die tatsächliche PK-Rente hängt vom Reglement, Umwandlungssatz und Wohnkanton ab — ich rechne exakt in der Beratung.
Jahre bis Pension
5 Jahre
Geschätzte PK-Rente pro Jahr
CHF 19’575
nach Frühpensionierungs-Reduktion (~6.5% pro Jahr Vorbezug)
Überbrückung bis AHV mit 65
CHF 360’000
5 Jahre × 72’000 CHF Jahresbedarf
Grobe Vorsorgelücke
CHF 70’000
nach Anrechnung 50% vorhandenes Kapital — Präzisionsrechnung in der Beratung
Hinweis: Grobrechnung mit vereinfachten Annahmen (Umwandlungssatz 5.8%, PK-Reduktion 6.5% pro Vorbezugsjahr, 50%-Kapitalverwendung für Überbrückung). Ersetzt keine Fachberatung.
Hebel für eine bezahlbare Frühpensionierung im Thurgau.
Freiwillige BVG-Einkäufe
5–10 Jahre vor der Frühpension gestaffelt einkaufen: Steuerersparnis 25–35% pro CHF, plus höhere Rente oder mehr Kapital bei Bezug.
Gestaffelter Kapitalbezug
PK-Guthaben aus mehreren Konten in verschiedenen Kalenderjahren beziehen — durchbricht die Progression und spart je nach Kanton fünfstellig.
AHV-Aufschub vs. Vorbezug
AHV maximal 2 Jahre vorziehen (−13.6%) oder bis 5 Jahre aufschieben (+31.5%). Je nach Situation und Lebenserwartung sehr unterschiedlich sinnvoll.
Säule 3a-Staffelung
Mehrere 3a-Konten anlegen und gestaffelt beziehen (idealerweise 3–5 Jahre auseinander) reduziert die Bezugssteuer deutlich.
Häufige Fragen zur Frühpensionierung.
Ab wann ist eine Frühpensionierung möglich?
Die Pensionskasse erlaubt einen Vorbezug frühestens ab Alter 58 (viele Reglemente ab 60). Die AHV kann maximal 2 Jahre vorbezogen werden, ab Alter 63 für Männer und 62 für Frauen (Referenzalter 65). Jede Frühpensionierung reduziert Renten dauerhaft: PK etwa 6–7% pro Jahr Vorbezug, AHV 6.8% pro Jahr.
Wie hoch ist die Lücke bei Frühpensionierung mit 60 statt 65?
Bei durchschnittlichem Einkommen von CHF 100'000 entsteht typischerweise eine jährliche Lücke von CHF 25'000–40'000 gegenüber einer Pensionierung mit 65 — kumuliert über 5 Jahre CHF 125'000–200'000, plus lebenslang reduzierte AHV- und PK-Rente. Die Lücke lässt sich mit Säule 3a-Bezügen, Ersparnissen aus 3b und freiwilligen BVG-Einkäufen schliessen.
Lohnt sich ein freiwilliger BVG-Einkauf vor Frühpensionierung?
Ja — sofern (a) mindestens 3 Jahre zwischen Einkauf und Kapitalbezug liegen (Sperrfrist), (b) Sie im Grenzsteuersatz sind und (c) die Pensionskasse den Einkauf zulässt. Typische Steuerersparnis: 25–35% der Einkaufssumme. Bei CHF 200'000 Einkauf sparen Sie CHF 50'000–70'000 Steuern — bei anschliessendem gestaffeltem Kapitalbezug bleibt die Wirkung erhalten.
Rente oder Kapital beziehen?
Rente = lebenslange Sicherheit, aber Zinsrisiko und keine Vererbung des Restkapitals. Kapital = volle Flexibilität und Vererbbarkeit, aber Anlagerisiko und Steuer auf den Bezug. Mischlösung (50/50 oder 70/30) ist bei den meisten Thurgauer Vorsorgesituationen sinnvoll. Ich rechne beide Varianten mit Ihren konkreten Reglementen und Ihrem Steuerdomizil.
Was passiert mit der Krankenkasse zwischen Frühpensionierung und AHV?
Die Grundversicherung bleibt Pflicht, die Prämie sinkt nach der Pensionierung nicht automatisch. Häufig lohnt eine Prämien- und Modellprüfung (HMO, Hausarzt, Franchise). Zwischen Frühpension und AHV-Rente entfällt der Arbeitgeber-Anteil an Zusatzversicherungen — hier lohnt sich meist eine Anpassung der Zusatzdeckungen.
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Frühpensionierung im Thurgau ist selten ein Einzelthema. Angestellte profitieren zuerst von einer Pensionskassen-Analyse mit BVG-Einkauf und 1e-Kaderplan. Inhaber koppeln den Ausstieg an die KMU-Nachfolge mit Firmenverkauf und Vorsorgekapital, und Selbständige rechnen die Finanzierung über die grosse Säule 3a und den freiwilligen BVG-Anschluss.
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