KMU · Nachfolge · Thurgau
KMU-Nachfolge im Thurgau — Firmenverkauf steueroptimiert vorbereiten.
Der Firmenverkauf ist der grösste Vorsorge-Hebel eines Unternehmerlebens. Freiwillige BVG-Einkäufe, 1e-Kaderplan, saubere Aktionärbindungs- und Todesfallregelung — 5 bis 10 Jahre Vorlaufzeit bringen im Ernstfall sechsstellige Steuerersparnisse.
Kurzfakten
- 5–10 J.
- empfohlene Vorlaufzeit für steueroptimierten Firmenverkauf
- 25–35%
- typische Steuerersparnis pro CHF freiwilligem BVG-Einkauf
- CHF 136'080
- Salärschwelle 1e-Kaderplan (2026) – individuelle Anlagestrategie
Inhaber Thurgauer KMU zwischen 55 und 65 mit Verkaufs-, Familien- oder Management-Buy-out-Plänen.
- Freiwillige BVG-Einkäufe 5–10 Jahre vor Verkauf – 3-Jahres-Sperrfrist beachten.
- 1e-Kaderplan für Inhaberlohn: mitnehmbar, keine Umverteilung, freie Anlage.
- Asset- vs. Share Deal: nur saubere Struktur ermöglicht steuerfreien Kapitalgewinn.
5–10 Jahre
Empfohlene Vorlaufzeit für steueroptimierten Firmenverkauf. Freiwillige BVG-Einkäufe brauchen 3 Jahre Sperrfrist, die Firma zusätzlich Zeit, um vom Inhaber unabhängig zu werden.
25–35 %
Typische Steuerersparnis pro CHF freiwilligem BVG-Einkauf für Thurgauer Inhaber im Grenzsteuersatz. Bei Einkaufspotenzial CHF 300'000 = Ersparnis CHF 75'000–105'000.
1e ab 136'080
Ab Salär CHF 136'080 (2026) individueller Kaderplan mit freier Anlage — Kapital bleibt beim Versicherten und ist auch nach Firmenverkauf mitnehmbar.
Was ich bei der KMU-Nachfolge koordiniere.
Freiwillige BVG-Einkäufe
Einkaufspotenzial berechnen, 3-Jahres-Sperrfrist einplanen, Einkäufe über mehrere Jahre staffeln — für maximale Steuerwirkung und flexible Bezüge.
1e-Kaderplan aufsetzen
Für Inhaber und Geschäftsleitung mit Salär über CHF 136'080. Individuelle Anlagestrategie, keine Umverteilung, Mitnahme bei Firmenverkauf.
Todesfall & Aktionärbindung
Todesfallversicherung zugunsten Firma oder Erben, kombiniert mit Aktionärbindungsvertrag (Kaufsrechte, Bewertungsformel) — damit die Firma bei plötzlichem Tod handlungsfähig bleibt.
Bezugsplanung & Freizügigkeit
Kapitalbezug vs. Rente, gestaffelte Bezüge aus mehreren Freizügigkeitskonten, Wohnkanton-Steueroptimierung — 50'000 bis 200'000 CHF Unterschied sind normal.
Häufige Fragen zur KMU-Nachfolge im Thurgau.
Wann sollte ich mit der Nachfolgeplanung beginnen?
Realistisch 5–10 Jahre vor dem geplanten Verkauf. Grund: freiwillige BVG-Einkäufe entfalten ihre volle steuerliche Wirkung nur, wenn zwischen Einkauf und Kapitalbezug mindestens 3 Jahre liegen (Sperrfrist). Zusätzlich braucht die Firma Zeit, um vom Inhaber unabhängig zu werden — das erhöht den Verkaufspreis spürbar.
Wie hoch fallen die Steuern beim Firmenverkauf aus?
Der Verkauf einer AG oder GmbH ist für Privatpersonen grundsätzlich steuerfreier Kapitalgewinn — sofern kein indirekter Teilliquidations- oder Transponierungs-Tatbestand vorliegt. Bei einem Asset-Deal oder Verkauf einer Einzelfirma werden stille Reserven besteuert. Freiwillige BVG-Einkäufe vor dem Verkauf reduzieren die laufende Einkommenssteuer um typischerweise 25–35% der Einkaufssumme.
Was ist mit der Pensionskasse nach dem Verkauf?
Der Verkäufer scheidet meist aus der Firmen-Pensionskasse aus. Optionen: (a) Kapitalbezug (einmalige Besteuerung, ideal wenn vor 60 mit gestaffelten Bezügen), (b) Rente aus Freizügigkeitskonto oder (c) Übertrag in ein 1e-Kaderplan bei Weiterarbeit als Berater. Die Wahl entscheidet über 50'000–200'000 CHF Steuerdifferenz.
Wie strukturiere ich einen Management-Buy-out oder Familien-Nachfolge?
Beim Familien-MBO oder MBO an Kadermitarbeitende reicht das Eigenkapital der Käufer selten. Kombination aus (a) Verkäuferdarlehen mit Rangrücktritt, (b) Bankfinanzierung mit Nachrangdarlehen, (c) Earn-out über 3–5 Jahre und (d) schrittweiser Aktienübertragung. Ich koordiniere Bank, Treuhand und Notariat und plane die Vorsorge des Verkäufers parallel.
Was passiert bei meinem Tod, bevor die Nachfolge abgeschlossen ist?
Ohne Aktionärbindungsvertrag und Todesfallversicherung entstehen bei plötzlichem Tod des Inhabers gravierende Probleme: Erbteilung blockiert die Firma, Mitarbeitende verlieren Klarheit, Kunden wandern ab. Standard-Absicherung: Todesfallversicherung auf das Leben des Inhabers zugunsten der Firma oder der Erben, plus Aktionärbindungsvertrag mit Kaufsrechten für Mit-Aktionäre oder Kadermitarbeitende.
Braucht meine KMU einen Kaderplan 1e?
Ab Jahreslohn CHF 136'080 (2026) lohnt sich ein 1e-Kaderplan meist. Der überobligatorische Teil wird individuell angelegt (keine Umverteilung), Einkäufe voll steuerabzugsfähig, Kapital bleibt beim Versicherten. Für den Verkäufer wichtig: 1e-Kapital kann meist bei Firmenverkauf mitgenommen werden — das erhält die Vorsorgestruktur.
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Nachfolgeregelungen für Thurgauer KMU sind ohne die persönliche Vorsorge des Übergebers nicht vollständig. Vor dem Verkauf lohnen sich BVG-Einkäufe über die eigene Pensionskasse im Thurgau. Nach dem Verkauf plant der Inhaber die Frühpensionierung mit Kapitalbezug und Überbrückungsrente, und wer weiterhin selbständig bleibt, nutzt die Vorsorge für Selbständige mit grosser Säule 3a.
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